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Ein Modellflugzeug ist kein Spielzeug im herkömmlichen
Sinne.
Also schnell mal so einen Flieger gekauft, raus auf die Wiese und
geflogen was das Zeug hält ist nicht.
Vielmehr setzt der Modellbau und
Flug ein gehöriges Verständnis für Technik, Mechanik, Elektrik
und auch handwerkliches Geschick voraus.
Zum Erlernen des Fliegens mit
Funkfernsteuerung, geht man von einer Lernphase von einer Flugsaison von Mai
bis Oktober aus. Diese Zeit kann je nach Übungseifer und Geschick auch
kürzer oder sogar noch länger sein.
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| Freiflugmodell |
Für den Einstieg kann man keine allgemein gültigen Regeln
aufstellen, das kann je nach naturell des Anfängers sehr unterschiedlich
sein.
Am besten scheint mir jedoch der Anfang mit einem einfachen
Freiflugmodell in Holzbauweise. Diese Flieger sind preisgünstig und
relativ schnell aufzubauen. Fast jeder Modellbauhändler hat so ein Modell
am Lager.
Als Werkzeug brauchen Sie für so ein Teil:
Greifen Sie wenn möglich aus Werkzeug aus dem Baumarkt zurück, denn hier kann man sich eine Menge Geld sparen.
Für die Oberflächenbespannung eines solchen Modelles kommt
Japanpapier, Seide oder Bügelfolie in Betracht.
Papier hat den Vorzug,
daß es die Konstruktion noch zusätzlich versteift. Allerdings ist es
auch sehr empfindlich. Ein kleiner Pieks durch einen Strohhalm und schon ist
das schönste Loch in Ihrem neuen Modell. Außerdem ist das Arbeiten
mit dem lösungsmittelhaltigen Spannlack auch nicht Jedermanns Sache
Eine Seidenbespannung hat nicht mehr die guten Versteifungseigenschaften
von Papier, ist aber erheblich Rißunempfindlicher doch auch schwerer als
die reine Papierbespannung. Bei sorgfältiger Verarbeitung kann aber auch
eine Seidenbespannung noch leichter sein als eine Bespannung mit
Bügelfolie.
Wir benutzen in unserem Verein am häufigsten
Bügelfolie. Dies ist eine farbige Folie die auf einer Seite mit einer Art
Siegelwachs beschichtet ist. Bei Wärmezufuhr (Altes Bügeleisen)
schrumpft die Folie, die Wachsschicht wird klebrig und verbindet sich mit dem
Untergrund. Das ergibt eine stabile, farbige und dennoch einigermaßen
leichte Oberfläche.
Wenn sie nun Ihr Modell fertig gestellt haben,
gehen Sie zu einem Ihnen bekannten Modellflieger (ist auch in der Bauphase
schon sinnvoll) und lassen sich das Modell auf eventuelle Baufehler und
Schwerpunktlage überprüfen. Diese Leute kennen in aller Regel auch
Plätze an denen man Ihr neues Modell seinem Element übergeben
kann.
Kennen Sie keinen Modellflugkundigen, beachten Sie zumindest die
Angaben aus dem Bauplan und erkundigen Sie sich ob an Ihrem auserkorenen
Startplatz der Modellflug überhaupt erlaubt ist (Nähe zu Wohngebieten
und Flughäfen, Naturschutzbestimmungen usw.)
So können Sie auf
recht kostengünstige Weise feststellen, ob Sie gefallen an diesem Hobby
finden oder nicht und auch die nötigen Erfahrungen mit Bau und Flug von
Modellen sammeln.
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| Elektrosegler |
Haben Sie als Freiflieger die nötigen Erfahrungen gesammelt und
haben festgestellt, daß der Modellflug Ihre große Liebe ist,
können Sie daran denken in den ferngesteuerten Modellflug
einzusteigen.
Zum erlernen des Fernsteuerfluges würde ich Ihnen
dringend raten in einen Verein einzutreten. Hier haben Sie einen
Modellflugplatz und vielleicht sogar eine Lehrer -
Schüler Anlage.
Außerdem haben Sie hier einen relativ
günstigen Versicherungsschutz, denn Modellflugunfälle sind von den
normalen Haftpflichtversicherungen nicht abgedeckt. Des weiteren können
Sie später auch Modelle mit mehr als 5 kg (das maximale Gewicht auf nicht
genehmigten Modellflugplätzen) auf dem Fluggelände starten.
Der
preisgünstigste Einstieg ist hier ein kleines Segelflugmodell mit 1,5 bis
2,5 m Spannweite. Dieses wird dann per Winde, Gummiseil, oder Huckepack mit
einem Motorflieger in die Luft gebracht.
Auch mit Elektrosegelflugmodellen
haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.
Der Einstieg mit Motormodellen ist
aber genauso möglich.
Die Einstiegskosten sind, wegen des notwendigen
zusätzlichen Zubehörs (Schnelladegeräte, Akkus, Starter, usw.),
für Elektro oder Motormodelle doch erheblich höher.
Sie
müssen doch in jedem Falle, bei dem Erwerb von Neugeräten, mit einem
Einstiegspreis zwischen 300,-- und 600,-- rechnen.
Hier können
Sie sich durch den Erwerb von gut funktionierenden Gebrauchtgeräten
etliche Märker sparen.
Wollen Sie auch hier ein Autodidakt sein,
besorgen Sie sich vor allem ein leichtes-, eigenstabiles-, nicht zu kleines-, aber auch nicht zu
großes Hochdeckermodell mit Seiten- und
Höhenrudersteuerung.
Bewährt haben sich Segelflugmodelle mit
Spannweiten von 1,8 bis 2,5m, oder Motorflugmodelle mit 1,25 bis 1,55m
Spannweite.
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| Verschiedene Sportmodelle |
Hier trennen sich nun meist die Wege der Modellflieger. Die meisten
wollen nun ein etwas "schärferes" Flugmodell (Kunstflugtrainer oder
Speedsegler), die anderen entdecken ihre Liebe für die Oldtimer
(Doppeldecker usw.) und wieder andere zieht es zum Segelfliegen oder
Hangsegeln.
Ganz egal was sie auch machen, die meisten Modellflieger sind
mit Leib und Seele bei der Sache.
Das wirft nun eine ganz Interessante Frage auf. Was macht das
Modellfliegen eigentlich so interessant?
Zu diesem Thema können Sie 10
Modellflieger befragen und Sie werden 10 verschiedene Antworten bekommen.
Für mich ist es die Herausforderung (oder auch Faszination), aus ein paar
Brettchen, ein bißchen Styropor, ein paar Glasfasermatten und etwas
Elektronik im stillen Kämmerlein ein Flugmodell zusammenzubasteln und es
anschließend in die Luft zu bekommen.
Auch der ausgefeilteste
Flugmodellbaukasten stellt für seinen Erbauer immer eine Herausforderung,
in technischer- wie auch in fliegerischer Art, dar.
Eine Lehrer Schüler Anlage besteht aus zwei Fernsteuersendern,
wobei die eine Anlage ein erfahrener Pilot (Lehrer) und die andere Anlage der
Flugschüler in Händen hält.
Der Lehrer kann dem Schüler
einzelne Funktionen oder die Steuerung der gesamten Modells übergeben,
aber in kritischen Situationen jederzeit wieder eingreifen.
Wenn ein Flugmodell, ohne äußeres Zutun seitens des Modellpiloten, immer wieder in eine normale Fluglage zurückkehrt spricht man von einem "eigenstabilen Flugmodell". Alle Freiflugmodelle z.B. müssen, wegen der fehlenden Steuerbarkeit, eigenstabil sein.
Bei Flugzeugen wird je nach Lage der Tragfläche zum Rumpf zwischen
Hoch-, Mittel- und Tiefdeckern unterschieden.
Beim Hochdecker sitzt die
Tragfläche oberhalb des Rumpfes, der Rumpf hängt sozusagen unten an
der Fläche dran.
Beim Mitteldecker ist der Flügel in der Mitte des
Rumpfes und beim Tiefdecker unterhalb des Rumpfes befestigt.
Haben Sie noch weitere Fragen ?
Besuchen Sie uns doch auf unserem
Fluggelände (Sa. ab 14:00 Uhr, So ab 15:30 Uhr)
last Update 13. May. 2007