| Zurück zur Übersicht |
Die nachfolgenden Beschreibungen sollen dem Modellflieger die Möglichkeit geben, Fehler zu erkennen bevor sie zum Absturz eines Modelles führen können.
Auch wenn der Fernsteueranlagentyp manchmal genannt wird so heißt das nicht das solche Fehler nicht auch auf Anlagen anderer Hersteller auftreten können (Wir Fliegen etwa zu 60% Futaba).
Arbeiten an der elektronischen Ausrüstung (Sender, Empfänger, Servos usw.) sollten nur durch Fachpersonal ausgeführt werden.
Die Seite lebt von Ihrer Mitarbeit - Mailen Sie uns doch bitte wenn Sie auch schon mal seltsame Ausfälle hatten. Klicken Sie dazu auf den Mailbutton am Ende dieser Seite.
Lötung an Löthülse gebrochen || Gabelkopf Gewinde abgerappelt || Sockel des HF - Moduls locker || Fehler am Ein/Aus Schalter || Anlage vergißt Modelldaten || Querruderservos falsch eingesteckt || Kabelbrüche an Steuerknüppeln || Reichweite der Fernsteuerung lässt langsam nach || Reichweite der Fernsteuerung lässt auf einmal nach || Elektroflieger - seltsame Empfangsstörungen || Akkus nach Winterpause leer || Einzelne Akkuzellen defekt || Strömungsabriss bei Halbgas || Elektromotor geht aus || Thermische Fehler || Defekter Servostecker || Akkustecker durch Vibration gelöst || Tragflächengummis ausgeleiert - verölt
Auswirkung:
Während des Fluges war plötzlich keine
Höhenruderkontrolle mehr möglich - was natürlich zu einem
Absturz führte.
Ursache:
Die Weich - Lötung an der
Löthülse war gealtert und somit nicht mehr richtig fest. Irgendwann
rutschte der Stahldraht aus der Hülse (Wir verwenden öfter Stahldraht
als Bowdenzugseele) und das Mahleure war
passiert.
Abhilfe:
Lötungen immer wieder mal
kontrollieren.
Auswirkung:
Bei einem Trainermodell funktionierte das
Höhenruder plötzlich nicht mehr, was zu einem Absturz
führte.
Ursache:
Das Gewinde am Gabelkopf hatte sich durch
Vibrationen abgeschliffen, weil eine Kontermutter zum Festsetzen des Gabelkopfs
fehlte. So rutschte die Schubstange heraus.
Abhilfe:
Immer auf
eine fest angezogene Kontermutter achten.
Dieser Tipp stammt von Harald
Bendschneider - Vielen Dank dafür!
Auswirkung:
Während des Fluges war mit der Graupner MC 18
plötzlich keine Funktion mehr steuerbar nach kurzer Zeit dann doch wieder
mit viel Glück konnte das Modell gelandet werden.
Wenn man an das
Sendergehäuse klopfte konnte der Fehler auch am Boden herbeigeführt
werden
Ursache:
Der Sockel an der Senderhauptplatine für das
HF - Modul hatte eine schlechte Lötstelle - vermutlich durch häufiges
stecken und ziehen des HF - Moduls.
Abhilfe:
Nach dem
Nachlöten der betroffenen Lötstellen funktionierte das ganze
wieder.
Auswirkung:
An der Fernsteuerung (Futaba FC - 18) ging
plötzlich das Display aus, die Steuerfunktionen gingen auch nicht mehr,
wenn man am Ein/Aus Schalter herumwerkelte ging das Ganze auf einmal
wieder.
Ursache:
Auch hier war es mal wieder so eine berühmte
kalte Lötstelle. In einem Anderen Fall war tatsächlich der Schalter
defekt.
Abhilfe:
Nachdem die Lötstellen des Schalters
nachgelötet waren funktionierte die Anlage wieder. Wenn das nichts bringt
Schalter tauschen.
Auswirkung:
An der Fernsteuerung (Futaba FC - 18) war zwar
noch eine Steuerung der Servos möglich doch Sie liefen in falsche
Richtungen und auch die Trimmwerte waren falsch. Das Modell ist daraufhin
natürlich abgestürzt.
Bei einem einfachen Trainermodell trat der
Fehler nicht auf.
Also wieder ne große Maschine geflogen - Fehler
tritt auf - Modell stürzt ab
Ursache:
Das Cam Pac Modul
(Modellspeichererweiterung) der FC 18 war defekt (laut Robbe Service) und so
"vergaß" der Sender seine ganzen Einstellungen.
Das Trainer Modell war
in einem der Modellgrundspeicher programmiert und somit von dem Fehler nicht
betroffen.
Abhilfe:
Cam Pac tauschen, die Modelldaten da drauf
sind dann aber auch weg :-(
Bei manchen Graupner Computeranlagen sollte alle
5 Jahre die Stützbatterie getauscht werden - sonst gleiche Symptome.
Auswirkung:
Sofort nach dem Start stellte der Pilot fest, das
die Querruder verkehrt herum liefen. Mit viel Geschick und Umdenken konnte das
Modell trotzdem schadlos gelandet werden (Respekt !).
Ursache:
Die
Stecker für die Querruderservos waren vertauscht also Links mit Rechts und
umgekehrt. Als Fachmann werden Sie jetzt sagen: Das geht ja gar nicht, auch bei
vertauschten Servos laufen die Querruder richtig herum.
Stimmt!- Man
darf dann nur nicht Servos verwenden die in ihrer Drehrichtung umgekehrt laufen
(Was hier der Fall war).
Abhilfe:
Also am besten verpolsichere
Querruderstecker einbauen und nur Servos eines Typs einsetzen.
Auswirkung:
Wenn am Boden das Seitenruder ausgeschlagen wurde
und dann das Höhenruder auf dem gleichen Knüppel gezogen wurde, fing
das Seitenruder an sich wild zu bewegen.
Außerdem berichtete der Pilot
von komischen Ausbrüchen des Modells beim Start.
Ursache:
Die
Kabel am Steuerknüppel für das Seitenruder werden bei jedem
Höhenruderausschlag leicht geknickt.
Langsam bricht ein Draht ab gibt
aber trotzdem, je nach Lage immer wieder Kontakt
Abhilfe:
Kabel an
den Steuerknüppeln von Zeit zu Zeit auf Knickstellen untersuchen und dabei
bei eingeschalteter Anlage auf Störungen an den Servos achten.
Der
Draht bricht meistens innerhalb der Isolierung direkt nach einer Fixierung ab,
das heißt man sieht von Aussen an der Isolierung bestenfalls eine kleine
Knickstelle.
Man kann die Kabel natürlich auch präventiv alle paar
Jahre tauschen.
Auswirkung:
Nach mehrjährigem Flugbetrieb sind immer
häufiger Störungen zu beobachten.
Ursache:
Das kann
natürlich viele Ursachen haben:
1. Die Filter in Sender und
Empfänger unterliegen einer gewissen Alterung und können sich dadurch
verstimmen.
2. Beim festschrauben der Antenne wird die Schraube, am
Antennenfuß im inneren des Fernsteuersenders, unmerklich locker
geschraubt. So Lange bis die Öse die im Inneren des Senders die den
Kontakt zwischen Sendemodul und Antenne herstellt keine feste Verbindung mehr
hat und dadurch Sendeleistung verlorengeht. Dieser Fehler ist von außen
nicht zu bemerken, da sich die Antenne mit einer Mutter im Antennenfuß
kontert und somit fest erscheint.
3. Die einzelnen Segmente der
Teleskopantenne haben einen hohen Überganswiderstand zueinander =
schlechte HF Abstrahlung.
4. Überganswiderstand zwischen Quarzsockel
und Quarz
Abhilfe:
zu 1.: Hier hilft nichts als einschicken zum
Service
zu 2.: Sender aufmachen und nachschauen ob die Schraube am
Antennenfuß bei abgeschraubter Antenne! noch fest ist.
zu 3.:
Ausgebaute ausgezogene Antenne mit einem Ohmmeter durchmessen dabei Antenne
bewegen - ändert sich der Meßwert oder ist der Widerstand höher
als 5 - 10 Ohm - Austauschen.
zu 4.: Alle Steckquarze (Sender und
Empfänger) von Zeit zu Zeit ziehen und wieder stecken.
Auswirkung:
Kurz nach dem Start war das Modell nicht mehr
steuerbar und stürzte ab.
Ursache:
1. Sendeantenne nicht
ausgezogen (kein Gag! - wird immer wieder mal gerne vergessen).
2. Die
Empfängerantenne hatte sich in der Flächenbefestigungsschraube
verfangen und wurde beim Aufschrauben der Tragfläche abgerissen (Nach dem
Untersuchen der Trümmer wurde die aufgewickelte Antenne gefunden).
3.
Defekte Quarze (meistens der Empfängerquarz nach einem
Absturz)
Abhilfe:
zu 1.: - kein Kommentar
zu 2.: Antennen so
verlegen und befestigen, daß sie sich nicht in Servos oder Schrauben
verfangen können.
zu 3.: Schlecht zu Überprüfen -
Reichweitentest mit leichtem klopfen auf den Empfänger ausführen.
Auswirkung:
Bei eingeschaltetem Motor, besonders im
Halbgasbetrieb, kommt es sehr häufig zu teils massiven
Störungen
Ursache:
Die Motorstrom führenden Kabel im
Modell (Akku - Regler - Elektromotor) waren sehr nahe und noch dazu parallel zu
den Servokabeln im Modell (ein Parkflyer)
angebracht.
Abhilfe:
Nachdem die Motorstromkabel, sowie die
Servokabel und die Antenne weit möglichst voneinander entfernt verlegt
wurden war das Problem restlos beseitigt.
Auswirkung:
Während des Fluges war plötzlich keine
Steuerung mehr möglich - das Modell (noch dazu ein Eigenbau) stürzt
ab.
Ursache:
Der Empfängerakku war über den ganzen
Winter an einem Automatikladegerät gehangen. Nach der beendeten Volladung
ging das Ladegerät in die Erhaltungsladung was aber nicht reichte um die
Verluste des Akkus auszugleichen. Er war somit im Frühjahr fast
leer.
Abhilfe:
Vor den ersten Flügen nach der Winterpause
Akkukapazität messen und Akkus neu volladen - nicht Blind auf die
Ladetechnik verlassen.
Auswirkung:
Bei einem Elektromodell fehlt einfach der Biss,
das Ding ist früher viel besser gegangen!
Ursache:
Eine Zelle
des Akkupacks ist defekt und hat einen
Kurzschluß.
Abhilfe:
Defekte Zelle kann durch
Spannungsmessungen an den einzelnen Zellen (kann man mit ner sehr spitzigen
Prüfspitze sogar durch den Schrumpfschlauch durch machen)
identifizieren.
Einzelne Zellen eines Akkupacks sollte man nicht tauschen -
wenn doch dann unbedingt Akku neu Formieren.
Den Fehler hatte ich auch schon
bei Sender und Empfängerakkus. Moderne Empfänger arbeiten auch noch
mit Spannungen um die 3,6V nur die Servos laufen dann etwas langsamer - darum
wir der Fehler oft auch nicht gleich erkannt (Spannungswächter im Modell
!?)
Auswirkung:
Bei einem Kunstflugtrainer kam es nach dem
Austausch der Luftschraube die eine kleinere Steigung als die vorherige hatte
zu einem plötzlichen Strömungsabriss - obwohl der Motor noch Halbgas
hatte.
Ursache:
Die Steigung der Luftschraube war zu gering und
bremste bei niedrigen Drehzahlen das Modell sogar noch ab, bis zu
Strömungsabriss.
Abhilfe:
Drehzahlmessungen am Boden
durchführen Fluggeschwindigkeit des Modells abschätzen und dann
Luftschraube mit passender Steigung und Durchmesser montieren.
Auswirkung:
Während des Fluges gehen plötzlich beide
Elektromotoren des Twinjet aus, obwohl die Akkus eigentlich noch voll sein
müßten. Das Modell ist etwas weiter weg, der Ausfall wird so nicht
gleich bemerkt der Flieger stürzt in einen
Acker.
Ursache:
Nach der Bergung des Modells ist beim Kabel, das
zum rechten Motor führt, die Isolierung angeschmolzen. Nähere
Untersuchungen zeigten, das die Drähte des Kabels das Motorgehäuse
fast berührten und dort auch kleine Brandstellen ausgemacht werden
konnten. Die Stromzufuhr für den Motor wurde also zeitweilig über das
Motorgehäuse kurzgeschlossen - der Regler ging auf Überlast und
schaltete somit auch den anderen Motor mit
ab.
Abhilfe:
Verkabelungen so anlegen, das keine Kurzschlüsse
sowie Unterbrechungen auftreten können.
Auswirkung:
Ein Empfänger funktionierte zu Hause
einwandfrei. Nachdem das Modell auf dem Flugplatz zusammengebaut war und Sender
sowie Modell eingeschaltet waren, reagierte keines der Servos.
Das Modell
wurde geöffnet und auf Kabelbrüche, Unterspannung (leerer Akku)
untersucht, aber nichts gefunden.
Urplötzlich funktionierte wieder
alles und es konnte sogar nach einem Reichweiten- und einem Klopftest ein Flug
gewagt werden - keine Probleme.
Nach einer längeren Pause auf dem Boden
ging der Empfänger wieder nicht.
Zu Hause wurde der Empfänger
ausgebaut und mit einem Haarfön auf etwas mehr als Handwarm gebracht und
siehe da der Fehler tritt auf. Wartet man dann bis sich der Empfänger von
selbst abgekühlt hat, oder man beschleunigt das Ganze mittels
Kältespray, funktioniert der Empfänger
wieder.
Ursache:
Thermischer Fehler in einem elektronischen
Bauteil des Empängers.
Abhilfe
Abhilfe kann hier nur der
Hersteller schaffen.
Wichtig ist es den Fehler einzugrenzen - ist es der
Empfänger, der Regler, ein Servo, oder gar der Sender ?
Thermische
Fehler können in jedem elektronischen Bauteil auftreten. Es ist jedoch zu
beobachten das vor allem thermisch hoch belastete Bauteile (Prozessoren,
Treiberstufen, Leisungstransistoren) diese Fehler zeigen.
Manchmal ist es
auch der Fall, das allein durch die thermische Ausdehnung an Leiterplatten und
Bauteilen Unterbrechungen entstehen - Das ist besonders hinterhältig da
schon eine kleine Verwindung der Leiterplatte (Versand !?) dafür sorgen
kann das der Fehler für Wochen verschwindet und dann plötzlich wieder
auftaucht.
Wichtig !!! Nicht gemeint sind hier Schutzschaltungen die in
einigen Bauteilen eingebaut sind (z.B. Spannungsregler). Wer sein BEC
überlastet darf sich nicht wundern wenn der Spannungsregler Ihm
plötzlich den Empfängerstrom abdreht.
![]() |
Auswirkung: |
Auswirkung:
(E-Mail von Mario, Nachname leider
unbekannt)
Ein Empfänger funktionierte plötzlich im Flug nicht
mehr.
Das Modell eine Me109 von Jamara mit 6,5ccm Glühzünder flog
mit 3/4 Gas in einen Wald und zerschellte.
Die Trümmer konnten
geborgen werden. Nach dem Zusammenstecken des Kabels vom Akku zum Schalter (war
nach dem Absturz getrennt) funktionierte die Fernsteuerung wieder
einwandfrei.
Ursache:
Vermutlich hat sich der Stecker trotz
Sicherung mit Klebeband, durch die Motorvibrationen gelöst
Das selbe
Phänomen hatten wir kürzlich bei einem Hubschrauber - auch hier
schüttelte sich die Steckverbindung während des Fluges auseinander -
trotz Multiplexstecker !
Eine weitere Mögliche Ursache wäre ein
Versagen des Ein/Ausschalters, hier werden durch die Hersteller leider oft
minderwertige Exemplare verbaut.
Abhilfe
Eventuell kann man auf eine andere Steckersorte (z.B.
Multiplex) zurückgreifen die sich schwerer lösen lassen.
Man
könnte aber auch die Stecker mit starkem Zwirn durch die
Anschlußkabel geführt zusammenhalten.
Meines Wissens werden auch
Sicherungen gegen unbeabsichtigtes Lösen von Servosteckern auch durch den
Fachhandel angeboten.
Als Schalter verbaue ich seit Jahren nur noch
Miniatur Kippschalter und hatte noch keine Probleme damit.
PS: Danke an Mario für seine lebendige Beschreibung des Absturzes
der ME !
Auswirkung:
(E-Mail von Dr. Hartmut Stoelting)
Hallo
Flugfreunde, heute habe ich die Unfallursache meines vor 20 Jahren
abgestürzten Speedy (FMT) an Hand von alten Fotos geklärt.
Nach
mehreren erfolgreich verlaufenen Flügen meines Speedy mit 1,76er OS an dem
Tag wollte ich ein weiteres Mal "heizen".
Nach einer Steigphase auf ca. 100
m ging es senkrecht hinab, um den Platz im Tiefflug mit
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe zu überfliegen.
Auf ca. 50
m Höhe zuckte der Flieger kurz, nahm anschließend keine
Steuerbefehle mehr an und bohrte sich senkrecht in den Boden. Da der Hauptholm
gebrochen war, habe ich die Fläche gleich verbrannt.
Ursache:
Im Sturzflug mit Vollgas traten so hohe Kräfte
an der Tragfläche auf, dass sich die Tragfläche komplett um Ihre
Achse unter den ölverschmierten Gummis gedreht hat. Mit Querrudern voran
fliegt es sich nicht so gut... (siehe Bild unten)
Mfg, Hartmut
Vielen Dank Hartmut für die Fehlerbeschreibung
Auch in unserem
Verein hatten schon einige Modelle durch spröde, ausgeleierte oder
verlorene Flächengummis Abstürze.
An einem Querrudertrainer hat
die Flächenbesfestigung mit Gummis einfach nichts verloren, auch wenn sie
ansonsten "Anfängertauglich" ist.
Die bessere Variante ist die
Befestigung mit Schrauben.
Benutzt man Kunststoffschrauben hat man auch eine
Sollbruchstelle an der die Tragfläche, die bei einer ruppigen Landung
abscheren kann.
Abhilfe:
(Kunststoff-) Schrauben verwenden
![]() |
Links ist da Bild von dem im Text beschriebenen Speedy zu
sehen. Ganz deutlich erkennt man die umgedrehte Tragfläche (Querruder vorne !). |
![]() |
Hatten Sie auch schon seltsame Fälle - mailen Sie uns diese doch einfach und helfen Sie so auch anderen Modellfliegerkollegen |
last Update 13.Jul. 2006