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Die Steuerknüppel des Fernsteuersenders sind mechanisch mit
Potentiometern (wie Sie es vom Lautstärkeknopf Ihres Radios kennen)
verbunden und geben eine der Steuerknüppelstellung entsprechende Spannung
ab.
Im Impulsteil werden diese Spannungen entsprechend ihrer
Größe in Impulse variabler Länge umgewandelt. Ein
Minimalausschlag entspricht dabei einem kurzen Impuls, ein Maximalausschlag
entspricht einem langen Impuls.
Diese Impulse werden nun nacheinander dem
Sendeteil übergeben.
Man spricht hierbei von der sogenannten
Pulsphasenmodulation oder kurz PPM.
Dieses PPM Signal wird der Sendestufe
übergeben und per Frequenzmodulation auf die Trägerfrequenz
aufmoduliert. (Siehe nächstes Blatt).
Die Sendestufe verstärkt
dieses modulierte Signal und strahlt es über die Sendeantenne ab.
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Im Hochfrequenzteil des Fernsteuersenders wird ein hochfrequentes Trägersingnal (je nach Sender 27-, 35-, oder 40 Megahertz) erzeugt. |
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Durch das PPM Signal wird nun die Frequenz des Trägersignals geringfügig erhöht oder erniedrigt (um ca. 0,01 Megaherz) |
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Hier sehen Sie das Ergebnis, das Frequenzmodulierte Signal. Das gleiche Modulationsverfahren wird auch im UKW- Rundfunk angewandt, nur werden hier anstatt von Impulsen Töne versandt. |
Das durch die Empfängerantenne aufgenommene Hochfrequenzsignal wird
durch den Hochfrequenzverstärker verstärkt.
Das Signal wird nun
der, oder den Zwischenfrequenzstufen zugeführt welche es in seiner
Frequenz heruntersetzen.(typischerweise auf 10,7 Megaherz oder 455
Kilohertz)
Je nach dem ob ein Empfänger eine oder zwei
Zwischenfrequenzstufen besitzt, spricht man von einem Einfachsuper- oder
Doppelsuperempfänger.
Der Demodulator entfernt nun alle
Trägerreste und gibt an seinem Ausgang wieder das PPM Signal
aus.
Dieses PPM Signal wird dem Servo Encoder zugeführt welcher an
seinen Ausgängen die Kanäle für jedes Servo einzeln ausgibt
Die Rudermaschine oder auch Servo genannt erhält vom Empfänger
die Ausschlaginformation für einen Kanal.
Das Ruderhorn des Servos wird
in eine proportional der Impulslänge des PPM Signals entsprechende
Stellung gefahren.
Über das Rudergestänge schlägt das Ruder
nun entsprechend der Steuerknüppelauslenkung (im Sender) aus.
Dieses
gesamte Verfahren der Fernsteuertechnik nennt man auch "Digital - Proportional
- Fernsteuerung"
Des weiteren gibt es außer dem PPM Modulationsverfahren das
sogenannte Pulsecodemodulationsverfahren (PCM).
Hierbei werden die
Stellungen der Sendepotetiometer digitalisiert und nacheinander
versendet.
Zusätzlich werden noch Kontrollbits mit übertragen.
Somit kann der Empfänger unterscheiden ob das empfangene Signal in Ordnung
oder fehlerhaft ist und kann bei einem Fehler entsprechende
Gegenmaßnahmen einleiten.
Hierbei ist vor allem das "Fail - Save" zu
nennen welches alle angeschlossenen Servos nach einem Sendesignalausfall von
ca. 2 Sekunden in vorprogrammierte Positionen fährt.
Prinzipiell
unterscheiden sich PPM und PCM Fernsteueranlagen nur durch das Impulsteil im
Sender, sowie durch den Encoder im Empfänger, der hier die PCM -
Informationen wieder in normale PPM- Signale umwandeln muß um normale
Servos benützen zu können. Die restlichen Teile sind in ihrer
Funktionsweise gleich.
Allerdings müssen, im Gegensatz zur PPM -
Codierung, bei PCM - Codierung der Sender und der Empfänger vom selben
Hersteller sein.
35 MHz:
Für den Flugmodellbereich werden vorwiegend
Fernsteueranlagen im 35 Megahertzbereich verwendet.
Dieses Frequenzband ist
speziell für Flugmodelle reserviert und es dürfen keine anderen
Modelle (Schiffe Autos) in diesem Frequenzband betrieben werden.
Zudem sind
in diesem Frequenzbereich genügend freie Kanäle vorhanden (ca. 25) um
auch mehrere Flugmodelle gleichzeitig betreiben zu können.
Seit 1999
sind zusätzlich noch 10 weitere Kanäle im sogenannten 35 MHz B-Band
hinzugekommen. Allerdings muß der Sender und der Empfänger für
dieses Band geeignet sein oder umgestellt werden.
Fernsteuerungen im 35 MHz
Band sind seit Anfang 2004 nicht mehr Anmelde - und
Gebührenpflichtig.
27 MHz:
Es werden auch noch 27 Megahertz Fernsteuerungen
vertrieben, welche aber durch ihre Nähe zu CB - Funk Kanälen
äußerst störungsanfällig sind und deshalb für den
Flugmodellbau nicht mehr verwendet werden sollten.
27 MHz Anlagen werden
häufig auch für Kinderspielzeug eingesetzt.
40 MHz:
Des weiteren sind noch 40 Megahertz Anlagen im
Angebot.
Wenn man außer Flugmodellen auch andere Modelle (z.B.
Modellautos) betreiben will ist diese Anlage die beste Wahl, obwohl für
den Flugmodellbetrieb lediglich 4 Kanäle freigegeben sind. Die restlichen
Kanäle des 40 MHz Bandes sind für Modellautos und Schiffe
vorgesehen.
Seit neuerem sind in diesem Frequenzbereich auch
Personenrufanlagen zugelassen, deshalb muß auch hier eventuell mit
Störungen gerechnet werden.
Diese Angaben beziehen sich auf Deutschland
im Ausland können wiederum ganz andere Vorschriften gelten.
Wenn Sie sich nun entschlossen haben in den Modellflugsport
einzusteigen, sparen Sie bitte nicht zu sehr an der Fernsteueranlage.
Sie
ist das wichtigste Teil Ihrer Ausrüstung und bereits der Ausfall eines
Gliedes in der Fernsteuerkette bewirkt oftmals einen Absturz Ihres geliebten
Modells.
Zum anderen nutzt man eine Fernsteuerung oft 10 Jahre und
mehr.
Unterschiede zwischen den einzelnen Fernsteuersystemen bestehen durch
Anzahl der eingebauten oder nachrüstbaren Kanäle, den möglichen
Mischerfunktionen, der Bedienbarkeit und dem Übertragungverfahren (PPM
oder PCM).
Brauchbare PPM Fernsteueranlagen sind ab ca. 120 bis 200
erhältlich.
PCM Fernsteuerungen sind ab ca. 200 im
Handel.
Nach oben gibt es wie überall natürlich keine Grenzen, so
sind natürlich auch "High Tech" Funkfersteueranlagen im Handel die ca.
1500 kosten.
Aber denken Sie bitte daran, egal was Ihre Fernsteuerung
auch alles kann, fliegen müssen Sie immer noch selbst.
Pflegen Sie auch
die Akkus Ihres Senders und Ihres Empfängers gut, am besten mit einem
Automatikladegerät. Regelmäßige Kapazitätsmessung dieser
Energielieferanten ist eigentlich Pflicht.