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High Power LED Landescheinwerfer / Blitzer für Modelle

Landescheinwerfer mit LED
Landescheinwerfer Elektronik Vorderseite 7,9 x 3,2cm

Urheberrecht:

Alle Rechte für die hier beschriebene Schaltung inklusive Software liegen bei mir.
Ich gestatte die Verwendung der Schaltung, des Layouts sowie der Software ausschließlich für private Zwecke.
Eine kommerzielle Nutzung der Schaltung, des Layouts sowie der Software untersage ich hiermit ausdrücklich.
Jeder Privatanwender hat das Recht die Schaltung, das Layout sowie die Software seine eigenen Bedürfnisse anzupassen. Dabei sollte der verwendete Quellcode aber immer frei bleiben. Eventuelle Softwareänderungen -erweiterungen -verbesserungen können Sie mir zur Bereitstellung auf dieser Page gerne per E-Mail zusenden.


Einsatzbereich:

Das Modul dienst zur Ansteuerung von High Power LED's bis zu 1A Vorwärtsstrom.
Die Elektronik ist dabei in Schaltnetzteiltechnik aufgebaut und arbeitet somit sehe effektiv in einem weiten Betriebsspannungsbereich von 6...36V.
Da eine Schaltwandlerprinzip angewendet wird, nimmt der aufgenommene Strom mit höher werdender Eingangsspannung ab. Die Eingangsspannung muß aber immer ca. 2 bis 3V höher sein, als die LED Schwellenspannung der angeschlossenen LED's.
Da das Modul den Strom über die LED's regelt können auch problemlos mehrere LED's in Reihe an das Modul angeschlossen werden. Die Eingangsspannung muß aber dabei immer um 2 bis 3V höher sein als die Summe der Schwellenspannung der angeschlossenen LED's.
Der Impulseingang der Platine ist galvanisch mit einem Optokoppler vom Ausgang des Fernsteuersenders getrennt.
Um die Funktion einer Glühlampe nachzubilden, die ja nicht schlagartig an bzw. aus geht ist Softwaremässig eine Dimm up, Dimm down Funktion eingebaut, die diese Verzögerung einer Glühlampe mit der LED nachbildet. Diese Funktion ist per Dip Fix Schalter bzw. Lötbrücke abschaltbar.
Um auch Blinklichter wie Anti Collision Lights o.Ä. nachzubilden ist über einen weiteren Dip Schalter ( Lötbrücke ) Ein einfach bzw. Doppelblitz einstellbar.
Auf der Platine befindet sich ein 4 poliger Dip Fix Schalter mit folgenden Funktionen:
1. Servo Reverse.
2. Dimm / Switch.
3. Blink ein / aus
4. Doppelblink ein, wenn Schalter 3 auch auf ein steht.

Auf dieser Platine befindet sich eine ISP Schnittstelle. Das bedeutet, das man das Modul ohne es auszubauen mit neuer Software versorgen, und somit ohne großen Aufwand eigene Programme oder Updates einspielen kann.
Zur Programmierung des Controllers sind die Anschlüsse +5V, MISO, MOSI, SCK, RESET und GND auf die integrierte 6polige ISP Buchse geführt.


Der aktuelle Entwicklungsstand:

Zur Zeit sind 5 Module der ersten Version im Einsatz. Da in dieser 2 kleine Fehler drin waren wird hier die noch nicht endgültig getestet Version V2 vorgestellt.
Von einem User wurden mir Störungen beim Modell berichtet.
Er hat allerdings auch weitere andere Module und sehr lange Kabel in seinem Modell verbaut. Woher diese Störungen kamen muß also noch geklärt werden.
Bei einem kleinen Dogfighter wurde eine Verringerung der Reichweite mit eingeschobener Antenne von 19m ohne Modul auf 18m mit eingeschaltetem Landescheinwerfer festgestellt.
Das Modul lag dabei aber direkt auf dem Empfänger. Durch den Schaltregler wir immer eine kleine Störspannung mit einer Frequenz um die 400kHz erzeugt. Die harmonischen Oberwellen dieser Spannung können Störungen in der Empfangsanlage verursachen.
Als Empfehlung würde ich geben, das Landescheinwerfer Modul vom Empfänger und Antenne möglichst weit weg zu plazieren und auf jeden Fall, wie bei anderen Änderungen an der Bordelektronik auch, einen Reichweitentest durchzuführen. Dann sollte es keine Probleme geben.


Die Hardware:

Schalplan des LED Landescheinwerfers

Die Schaltplanbeschreibung:
Die Hardware besteht im Wesentlichen aus dem Microcontroller ATTINY 44 der Firma Atmel und dem LED Schaltwandlerbaustein LM 3404.
Über den Steckverbinder SV 1 und den Optokoppler OK1 gelangt der Impuls des Fernsteuerausgangs auf den Microcontroller IC2.
Dieser wertet die Impulslänge der ankommenden Fernsteuerimpulse aus und steuert je nach den eingestellten Dip Fix Schalterstellungen bzw. Lötbrücken den Dimm Eingang von IC1 = LM 3404 an.
Die Schwelle bei der das Modul auf einen Fernsteuerimpuls reagiert wurde bewußt auf 1,610ms eingestellt um auch bei einem Schaltkanal mit Mittelstellung eindeutige Zustände zu erhalten.
Der einstellbare Spannungsregler LM317 wurde mit den Widerständen R8 und R10 so eingestellt, das an seinem Ausgang eine Spannung von 4,95V ( rechnerisch ) anliegt.
Dieser Spannungsregler wurde verwendet, weil er Eingangsspannungen bis zu 36V verträgt, was auch gut zur maximalen Eingangsspannung von 40V bei LM 3404 passt. Bei den üblichen 5V Spannungsreglern wäre hier bei 25V Schluß gewesen.
Die Diode D2 scheint eigentlich überflüssig zu sein, sie Schützt aber den Spannungsregler vor Schäden beim Abschalten der 12V ( bis 36V ) Eingangsspannung und darf deshalb nicht weggelassen werden!
Der LED Strom wird über die 4 Widerstände R3...R6 eingestellt. Wird R3 und R4 bestückt stellt sich ein Strom von 350mA an der LED ein. Bestückt man zusätzlich noch R5 und R6 wird die LED mit 700mA beaufschlagt. Der Widerstandstand R2 verhindert, das die LED's bei voll gedimmtem LM 3404 noch geringfügig nachglühen, da der LM 3404 den Strom nicht vollständig bis auf 0mA herunterregeln kann.

Softwarekurzbeschreibung:
Der Microcontroller misst ständig die Impulslänge der ankommenden Servoimpulse und legt diese in einer Variablen ab. Zu lange, bzw zu kurze Impulse ( = Störungen ) werden dabei ignoriert.
Wurde eine Impulslänge von 1610µs überschritten wird der Ausgang PB2 mit einer PWM beaufschlagt, die die LED hochdimmt, bis sie voll leuchtet.
Wird die Impulslänge von 1610µs unterschritten wird die LED wieder heruntergedimmt. Um das Nachglühen einer Glühlampe nachzubilden findet das Herunterdimmen im unteren Helligkeitsbereich immer langsamer statt.
Durch den Dip Fix Schalter ( bzw. Lötbrücke ) kann der Ein- und Ausschaltepunkt vertauscht werden damit, z.B. die Kopplung mit dem Fahrwerk auch richtig herum funktioniert - Sprich bei ausgefahrenem Fahrwerk auch der Landescheinwerfer leuchtet und nicht umgekehrt.
Durch den Dip Fix 2 wird die Dimm Funktion im Controller abgeschaltet und die LED wird dann schlagartig ein- bzw. aus geschaltet.
Der dritte Dip Fix Schalter verwandelt die Landescheinwerfer Funktion in eine Blitz Funktion, die durch Schalter 4 in einen Doppelblitz umgeschaltet werden kann.
Folgende Impulszeiten sind für die Blitzsequenz voreingestellt:
Einfachblitz - 20ms Licht an, 1000ms Licht aus, dann wieder 20ms Licht an.
Doppelblitz - 20ms Licht an, 240ms Licht aus, 20ms Licht an, 800ms Licht aus, dann wieder von vorne.
Die Zeiten sind im Quellcode hinterlegt, wenn man diese ändern will, so kann man dies im Quelltext tun und anschließend die Datei wieder erneut compilieren. Das dann neu erzeugte .hex File muß dann wieder in den Controller gespielt werden.
Der Quarzresonator ist optional. Wenn es nicht auf 10% Genauigkeit bei der Servoimpulslänge ankommt, kann man auch den internen Oszillator des ATTINY 44 benutzen.
Aus Erfahrung kann ich sagen, das der interne Oszillator für die hier gestellte Aufgabe genau genug ist!


Die Software:

Zum Ändern der Software benötigen Sie das Programm "Code Vision AVR" (C Compiler), das es in einer Test Version bei hp info tech kostenlos zum Downloaden gibt. Ob die Testversion für die Größe des Files ausreicht haben wir noch nicht getestet, wir haben die Vollversion des Programms.
Auch ohne Code Vision kann das .hex File in den Controller eingespielt werden, allerdings sind dann eigene Änderungen am Programmcode fast nicht mehr möglich.
Außerdem benötigen Sie noch eine Software zum Einspielen des Programmes in den Microcontroller. Wir benutzen dafür PonyProg das ebenfalls kostenlos bei http://www.lancos.com/ heruntergeladen werden kann. Eine weitere Option wäre das AVR Studio 4 von ATMEL, das aber nicht alle gängigen Programmieradapter unterstützt.
Des Weiteren wird noch ein Programmieradapter für die in System Programmierung des Microcontrollers benötigt. Hiervon gibt es unzählige im Netz, zu kaufen, sowie auch zum Selberbauen. Der einfachste den ich gefunden habe ist von S- Huehn, allerdings wäre es besser einen mit gepufferten Schnittstellen (74LS244) zu verwenden. Die Lösung von ATMEL wäre der AVR ISP-MK II Programmieradapter, der mit AVR Studio 4 zusammen arbeitet..


Die verwendbaren LED's

Anfänglich haben wir mit einer Warmweissen 3W LED von Huey Jann ( Reichelt ) ohne Star Kühlkörper experimentiert.
Dabei haben wir festgestellt, das diese für die Anwendung viel zu hell sind. Wir sind dann auf die günstigeren 1W Exemplare des gleichen Herstellers ausgewichen, die locker hell genug sind.
Als Kühlkörper wurde ein 12mm Aluminium Rundstab mit 4cm Länge verwendet ( siehe Bild ), der nach 1cm nach der LED möglichst viele Einstiche mit 1,5...2mm Tiefe erhalten hat.
Die LED's wurden mittels Wärmeleitkleber ( Artic Silver 2Komponenten Wärmeleitkleber ) auf die Stirnseite der Alu- Rundstäbe geklebt.
Der 1cm Rand am Anfang kann zum Einkleben in ein Befestigungsklötzchen bzw. GFK benutzt werden, um den Landescheinwerfer in einer Tragfläche einbauen zu können.
Lt. meinen Messungen bringt dieser Kühlkörper ca. 15K/W an der freien ruhenden Luft, ist also für LED's bis 3W ausreichend.
Im eingebauten Zustand muß der Kühlkörper von Frischluft umspült werden können, damit er seine Wärme an die Umgebungsluft abgeben kann. Das kann man z.B. durch kleine Luftschlitze, die während des Fluge mit Frischluft durchflutet werden, erreichen. Selbstverständlich sind auch andere Kühlkörper Konfigurationen und Bauweisen möglich. Ganz ohne Kühlkörper darf man die LED's aber nicht betreiben, auch nicht kurzzeitig.
Rein von der Leistung her wäre ein 10W Huey Jann Emitter mit 4 Zellen LiPo Akku an dieser Elektronik betreibbar. Eine Anwendung im Modell sehe ich aber für so einen starken Emitter nicht, da zum Betrieb auch ein großer und damit schwerer Kühlkörper notwendig wäre. Diese 10W LED bringt in etwa so viel Licht wie eine 60W Glühlampe.


Updates!

....gibt's zur Zeit noch keine, aber da kann noch was kommen!


Alle Programm Files - als "C" Quellcode und .hex File direkt zum Flashen. Fuse Bits nicht vergessen!!:

Einstellung der Fuse Bits
Der Quellcode in "C" für CodeVision AVR (11.03.2011)
Das dazugehörige .prj File (Codevision - 11.03.2011)
Das .hex File zum direkten Flashen des Controllers (11.03.2011)


Benötigte Unterlagen:

Schaltplan im EAGLE .sch Format (V2, 21.01.2011)
Layout im EAGLE .brd Format (V2, 21.01.2011)
Bauteileliste


Bezugsquellen:

Reichelt Elektronik
Nessel Elektronik
Conrad Elektronik
Farnell in One
HBE Shop
ATMEL: Software "AVR Studio 4", sowie die Datenblätter des Microcontrollers
hp info tech: Software "Code Vision AVR" als kostenlose Test und kostenpflichtige Vollversion
http://www.lancos.com/: Software "Ponyprog" sowie diverse Programmieradapter
Seite von S- Huehn: Sehr einfacher Programmieradapter für AVR.
EAGLE 4.xx: Leiterplatten Layoutprogramm in der Light Version kostenlos!


Die Firma Bruckner hat sich bereit erklärt die Beschaffung von Platinen zu übernehmen. Allerdings müssen schon ein paar Platinen zusammen kommen damit eine Nachbestellung lohnt. Deshalb kann eine Platinenbestellung auch etwas dauern.
Ausserdem wird Herr Bruckner auch Abdeckplatten für die Schalterabdeckung herstellen und vertreiben.
Die Adresse lautet:
Klebetechnik Bruckner
Angelbergerstr. 2A
92345 Dietfurt/ Töging
Tel. 0 84 64/ 60 57 46

Eine E-Mail Adresse wollte die Firma Bruckner wegen großer Probleme mit SPAM- Mail nicht veröffentlichen.


Wenn noch jemand eigene Ideen oder Verbesserungsvorschläge hat, kann uns gerne eine E-Mail schicken. Wir werden dann diese Vorschläge gerne mit einfließen lassen.

created 11, Mar. 2011