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Viele, bei Modellbauern vorhandene Digitalmultimeter, bieten heuzutage
eine Schnittstelle an, um sie mit einem Computer zu verbinden.
Auch ich habe
ein Metex M3640D mit einer seriellen Schnittstelle.
Damit ist es
möglich Langzeitaufzeichnungen mit einem, durchaus auch schon älteren
Computer, zu machen.
Ich benutze dazu meinen alten Pentium III mit
450Mhz.
Als Stromquelle beim Akkumessen,dient bei mir Ein ELV ALC 7000, es
sollte aber auch jedes normale Konstantstromladegerät funktionieren. Bei
Reflexladern kann es, wegen des immer wiederkehrenden Entladepulses, zu
Problemen (Meßfehlern) kommen.
Ein Elektroantrieb kann direkt im
Modell mit Adapterkabeln oder Abgreifklemmen (bei Strommessung
Maximalströme beachten!) gemessen werden .
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| Meßaufbau: Sanyo 2400 RC (Messling), Multimeter M3640D, ALC7000 Ladegerät |
In meinem Meßgerät ist eine 9V Blockbatterie
eingebaut
Will man nur mal schnell einen Antrieb über die Zeit messen
reicht die eingebaute Batterie normalerweise aus.
Will man aber Lade- und
Entladekurven von Akkus messen, kann sich so eine Messung über einige Tage
hinziehen. Dann ist es sinnvoll das Meßgerät mit einer geeigneten
Stromquelle zu versorgen.
Ich benutze hierzu ein Labornetzgerät das auf
eine Spannung von 9V eingestellt ist.
Auch stabilisierte
Steckernetzteile oder 7 zellige NiCd Akkus mit mehr als 700mAh sollten
dafür geeignet sein. 8 zellige vollgeladene Akkus bringen schon wieder bis
zu 12V Spannung am Anfang und das ist für das Meßgerät schon
fast wieder zu viel.
Unstabilisierte "billige" Steckernetzteile sollte man
vorher messen. Es kann nämlich durchaus sein das diese im Leerlauf bei
eingestellten 9V, bis zu 12V abgeben und das ist dem Digitalmultimeter mit
Sicherheit nicht zuträglich.
Außerdem generiert das M3640D nur einen Meßwert pro Sekunde. Kürzere Aufzeichnungsintervalle funktionieren also bei diesem Meßgerät nicht!
!!! Auf keinen Fall darf das Meßgerät bei geöffnetem
Akkuschacht (Betrieb mit Netzteil) mit den Meßbuchsen mit
lebensgefährlichen Spannungen (über 50V) oder gar mit dem Lichtnetz
verbunden werden !!!
Dies kann zu lebensgefährlichen Verletzungen
oder zumindest zur Zerstörung des Meßgerätes
führen.
Die beim M3640D mitgelieferte Software war für meine Zwecke
ungeeignet, da die Messung immer beim Einschalten des Bildschirmschoners
hängenblieb.
Ich hab mir dann aus dem Internet die Software "Metview"
(unter http://www.bb-elec.com) und die
"METEX Control Software Client" (unter
http://www.hw.cz/ethernet/charon_metex/)
heruntergeladen.
Die für ihr eigenes Meßgerät taugliche
Software müssen Sie leider selber ermitteln.
1. Metview
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| Metview Datenanzeige | Metview Konfiguratinsmenü |
Metview ist sehr einfach aufgebaut. Es besteht im Prinzip nur aus den
beiden oben abgebildeten Fenstern.
Der Vorteil ist, das die Meßdaten
in einer einfachen Textdatei abgelegt werden.
Diese lässt sich relativ
einfach in EXCEL importieren und hier entsprechend weiterverarbeiten.
Als
Beispiel eine Lade- Entladekurve eines Sanyo 2400 RC Akkus
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| Lade- Entladekurve eines Sanyo 2400 RC |
Durch die Weiterverarbeitungsmöglichkeit mit einer
Tabellenkalkulation ist es möglich Meßwerte zu erfassen die im
Multimeter gar nicht vorgesehen sind, z.B. Drehzahlerfassung über die
(leider etwas ungenaue) Frequenzmeßfunktion.
Dies erschließt ein
weites Feld in der Meßwerterfassung.
2. METEX Control Software Client
Diese Software benötigt keine
zusätzlichen Tools zur Meßwertauswertung. Eine grafische sowie
tabellarische Ausgabe der Meßdaten ist im Programm mit eingebaut.
Die
Software zeichnet die Meßwerte auch in einer Datei auf, benutzt aber
hierfür ein eigenes Format.
Der Export der Daten ist bei meiner Version
leider nur über die Zwischenablage möglich. Hierbei werden sehr
kleine Werte z.B. 0,480A als 480mA ausgegeben, was eine weitere Verarbeitung
erschwert.
Die Software unterstützt auch den beim M3640D möglichen
"DUAL" Modus (Anzeige von 2 Werten gleichzeitig z.B. Aktueller und
Maximalwert).
Als standallone Lösung ist diese Software aber sicher
keine schlechte Wahl.
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| Screenshot der "METEX Control Software" |
Was ist mit dieser einfachen Konfiguration möglich?
1. Lade-
Entladekurven von Akkus messen
2. Antriebsspannungen und -ströme
über die Zeit messen (Elektroantriebe)
3. Temperaturverläufe
über die Zeit Messen (z.B. Motorkühlkopf)
4. Drehzahländerung
über die Entladezeit von Elektroantrieben messen.
usw.
Ich arbeite zur Zeit an einem Adapter mit einem LM 2907 IC und
Reflexlichtschranke zum direkten Messen von Drehzahlen mit jedem
Digitalmultimeter. Das Projekt ist aber erst in der Anfangsphase.
Über
den mechanischen Aufbau eines Shuntwiderstandes zur Messung von hohen
Strömen (>20A), für Antriebe, wird auch nachgedacht.
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Wenn noch jemand Ideen oder eigene Erfahrungen mit dem auf dieser Seite behandelten Thema hat, kann er mir gerne eine E-Mail schicken. Ich werde dann diese Vorschläge gerne mit einfließen lassen. |
created 27, Dec. 2004