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Nautic Encoder Modul - 16 Kanal Zünder Modul für Modelle

Nautic Modul
Vorderseite des Nautic Moduls

Urheberrecht:

Alle Rechte für die hier beschriebene Schaltung inklusive Software liegen bei mir.
Ich gestatte die Verwendung der Schaltung, des Layouts sowie der Software ausschließlich für private Zwecke.
Eine kommerzielle Nutzung der Schaltung, des Layouts sowie der Software untersage ich hiermit ausdrücklich.
Jeder Privatanwender hat das Recht die Schaltung, das Layout sowie die Software seine eigenen Bedürfnisse anzupassen. Dabei sollte der verwendete Quellcode aber immer frei bleiben. Eventuelle Softwareänderungen -erweiterungen -verbesserungen können Sie mir zur Bereitstellung auf dieser Page gerne per E-Mail zusenden.


Einsatzbereich:

Das Modul ist zum Ein und Ausschalten von 16 Funktionen in Auto- Flug- und Schiffsmodellen gedacht.
Das Modul entspricht in der Funktionsweise dem Nautic Encoder Modul der Firma Graupner/JR. Es arbeitet mit den von Graupner vertriebenen Nautic Sendermodulen zusammen. Allerdings kann dieses Modul bis zu 10A pro Kanal schalten. Ausserdem ist es möglich für jeden Kanal eine automatische Abschaltung nach einer programmierbaren Zeit einzustellen.
Im Graupner Sender ist das von Graupner vertriebene Nautic Sender Modul erforderlich, welches 8 Schalter mit je 2 Funktionen ermöglicht.
Dieses Nautic Empfänger Modul wird an einem freien Kanal des Empfängers angesteckt, wie das Original. Natürlich muss auch das Nautic Modul im Sender den gleichen Kanal benutzen.

Prinzipiell wäre dieses Modul auch für das Robbe Futaba Multiswitch System geeignet, allerdings benutzt Futaba hier ein etwas anderes Codierungsverfahren.
Deshalb müsste die Software des auf der Platine befindlichen Microcontrollers geändert werden, sobald das Futaba Multiswitch Codung bekannt ist.
Eine weitere Option ist die Verwendung als 1 aus 16 Schalter.
Diese Funktion erfordert ebenfalls die Installation einer anderen Software im Controller. Diese Software wird auch auf dieser Seite hier zum Download angeboten.
Bernd Langner hat für diese Funktionsart einen einfachen Drehschalter mit 8 Stellungen entwickelt, der im Prinzip in jedem Sender funktionieren sollte. Zusätzlich wird noch ein 3 Stufen Schalter im Sender benötigt, der "Funktion 1", "Aus", "Funktion 2" der jeweiligen Schalterstellung (insgesamt 8) auslöst.
In dieser Funktionsart werden 2 Fernsteuerkanäle benötigt, der zweite Optokoppler und 2 Widerstände auf der Platine müssen bestückt werden und der Controller auf der Empfängerseite benötigt eine andere Software.

Auf dieser Platine befindet sich keine ISP Schnittstelle. Da fast alle Pins des Microcontrollers beschaltet sind wäre dies auch nicht möglich gewesen. Benutzer, die den Controller selbst programmieren wollen, brauchen also eine kleine Platine zum Programmieren des Controllers.
Auf dieser Platine muss sich ein Quarz mit 2 Lastkondensatoren, ein 10K Ohm Widerstand für die Reset Leitung des Controllers, sowie eine ISP Schnittstelle für die eigentliche Programmierung befinden. Diese kleine Platine muss über eine stabilisierte 5V Gleichspannung mit Strom versorgt werden.
Zur Programmierung des Controllers werden die Anschlüsse +5V, MISO, MOSI, SCK, RESET und GND benötigt.


Der aktuelle Entwicklungsstand:

Zur Zeit sind ca. 8 Nautic Module im Einsatz, von denen ich weiß.
Der Prototyp wurde schon an verschiedenen Empfängern und mit verschiedenen Modellen getestet.
Auf den Modulen läuft die Graupner Nautic Modul Software.
Die 1 aus 16 Software wurde mit einem anderen Platinenlayout von Bernd Langner getestet.

Die vorläufigen technischen Daten sind:
Betriebsspannung 3,6...16V (1LiPo bis 12 NiMH)
Stromverbrauch der Schaltung ca. 20mA
Schaltleistung pro Kanal ca.12A bei maximal 30V (Transistoren max. 61A bei 30V)
Gewicht 40...50g inklusive Verkabelung

Update 23.10.2009

Heute haben wir ein Nautic Empfänger Modul in Betrieb genommen, das uns ziemliche Schwierigkeiten bereitete.
Das Modul war schon längere Zeit im Einsatz und funktionierte ohne Beanstandungen.
Nun wurde das Original Graupner Sendemodul im Sender getauscht.
Das Ergebnis war, das unser Empfängermodul bei der Verwendung der Kanäle 1...8 nicht mehr funktionierte.
Anscheinend gibt es bei den Sendemodulen Exemplarstreuungen
Die Veränderung eines Schwellenwertes von 1940µs auf 1980µs ( Unterscheidung zwischen langen Impuls und Sync Impuls ) brachte eine Lösung des Problems. Nun funktioniert unser Schaltmodul auch mit diesem Sende Modul problemlos.
Die Parameter wurden am 25.10.2009 in den entsprechenden Dateien angepasst und sollten nun problemlos laufen.
Die Dateien im Download Bereich sind bereits auf die neuen Parameter umgestellt.


Die Hardware:

Die Hardware besteht im Wesentlichen aus dem Microcontroller ATMEGA 8L 8 der Firma Atmel, den Leistungs Mos Fets IRF 3708 und den Optokopplern SFH618A-3.
Die Schaltplanbeschreibung gilt für die "Graupner/JR" Software:
Die Signale des Empfängers gelangen über den Optokoppler OK1 an den INT 0 Eingang des Microcontrollers. Dieser wertet den Multi Rahmen aus und überprüft ihn zwei mal. Daraufhin werden die gewünschten Kanäle auf High geschaltet. Dieses High Signal wird auf den / die entsprechenden Transistoren gegeben, worauf diese durchschalten.

Softwarekurzbeschreibung:
Die Impulse des Multiframes werden nach Sync Impulsen abgesucht. Treffen 2 Sync Impulse nacheinander ein werden die folgenden 8 Impulse als Kanalinformationen interpretiert. Dabei darf kein weiterer Sync Impuls mehr folgen, sonst wird dieses Multiframe verworfen und der Sync Poll Zyklus erneut gestartet.
Wurden 2 aufeinander folgende Kanalinformationen als gleich, in einem fehlerfreien Frame erkannt wird der entsprechende Kanal aktiv geschaltet.
Die genauen Abläufe die in der Software stattfinden möchte ich hier aus Platzgründen nicht näher erläutern.
Der Quellcode ist frei und somit kann jedermann für sich die Programmierung nachvollziehen.
Ein paar Worte möchten wir noch zu den verwendeten Bauteilen verlieren.
Wenn Sie an das Modul induktive Lasten wie Elektromotoren, Relais, Magnetventile anschließen, müssen diese unbedingt mit einer Freilaufdiode versehen werden.
Wir empfehlen hierzu eine SB550 Schottky Diode in Sperrichtung direkt an das verwendete Bauteil zu Löten.
Ohne diese Diode entstehen beim Abschalten des induktiven Verbrauchers Selbstinduktionsspannungen die mehrfach höher als 30V sein können.
Diese Spannungen führen unweigerlich zur Zerstörung der Leistungs Mos Fets im jeweiligen Kanal.
Beim ATMEGA8 muss zwingend die ATMEGA8L 8 Variante verwendet werden. Nur diese läuft noch zuverlässig mit 3,3V. Tests mit ATMEGA 8 - 16 verliefen nicht zufriedenstellend.
Beim L4931 3,3V handelt es sich um einen Ultra Low Drop Spannungsregler. Leider ist dieses Bauteil nicht so einfach zu beschaffen, unsere Exemplare waren von Farnell.
Alternativ können auch ganz normale 7805 Spannungsregler benutzt werden, die die gleiche Pinbelegung wie der L4931 3,3V haben. Allerdings muß hierzu die Eingangsspannung mindestens 8V betragen. Die restlichen Bauteile der Schaltung sind so dimensioniert, das sie auch mit 5V fehlerfrei funktionieren sollten.
Der Optokoppler SFH618A-3 hat eine Low Current LED im Eingang und kann deshalb ohne zusätzliche Treiber an einen Empfängerausgang angeschaltet werden. Die etwas seltsam anmutende Beschaltung des Ausgangstransistors der Optokoppler ermöglicht die galvanische Kopplung des Empfängers, ohne das Programm des Microcontrollers ändern zu müssen. Das ist sehr praktisch, wenn man einen eigenen Empfänger für die Sonderfunktionen einsetzt. Dieser Empfänger kann dann auch gleich aus dem Nautic Modul gespeist werden, allerdings sollte man dann den 5V Spannungsregler verwenden z.B. L4931 5,0V. Zusätzliche Servos kann das Modul nicht mehr speisen, da der Spannungsregler, egal ob L4931 oder 7805 bei mehr als 0,1A und hohen Eingansspannungen sehr heiß wird.


Die Software:

Zum Ändern der Software benötigen Sie das Programm "Code Vision AVR" (C Compiler), das es in einer Test Version bei hp info tech kostenlos zum Downloaden gibt. Ob die Testversion für die Größe des Files ausreicht haben wir noch nicht getestet, wir haben die Vollversion des Programms.
Auch ohne Code Vision kann das .hex File in den Controller eingespielt werden, allerdings sind dann eigene Änderungen am Programmcode fast nicht mehr möglich.
Außerdem benötigen Sie noch eine Software zum Einspielen des Programmes in den Microcontroller. Wir benutzen dafür PonyProg das ebenfalls kostenlos bei http://www.lancos.com/ heruntergeladen werden kann.
Außerdem wird noch ein Programmieradapter für die in System Programmierung des Microcontrollers benötigt. Hiervon gibt es unzählige im Netz, zu kaufen, sowie auch zum Selberbauen. Der einfachste den ich gefunden habe ist von S- Huehn, allerdings wäre es besser einen mit gepufferten Schnittstellen (74LS244) zu verwenden.


Alle Programm Files - als "C" Quellcode und .hex File direkt zum Flashen. Fuse Bits nicht vergessen!!:

Einstellung der Fuse Bits für alle Varianten

Graupner:

Der Quellcode in "C" für CodeVision AVR für den Graupner Modus V1.1, 25.10.2009
Das dazugehörige .prj File (Codevision) für den Graupner Modus V1.1, 25.10.2009
Das .hex File zum direkten Flashen des Controllers für den Graupner Modus mit Ponyprog V1.1, 25.10.2009
Das .eep File für den Graupner Modus für Ponyprog V1.1, 25.10.2009

Robbe Futaba:

Betaphase - Noch nicht auf dem Server eingestellt. Bitte Per E-Mail anfragen

Multiplex:

Betaphase - Noch nicht auf dem Server eingestellt. Bitte Per E-Mail anfragen

1 aus 16 Variante:

Der Quellcode in "C" für CodeVision AVR für den 1 aus 16 Modus für Code Vision
Das dazugehörige .prj File für den 1 aus 16 Modus für Code Vision
Das .hex File für den 1 aus 16 Modus für Ponyprog
Eine EEPROM Programmierung wird bei dieser Variante nicht benötigt.


Benötigte Unterlagen:

Schaltplan im EAGLE .sch Format
Layout im EAGLE .brd Format
Sonderbauteile EAGLE .epf
Aufbau und Programmier Anleitung
Baustufenfotos
Bauteileliste für alle Varianten des Nautic Modul


Bezugsquellen:

Reichelt Elektronik
Nessel Elektronik
Conrad Elektronik
Farnell in One
ATMEL: Software "AVR Studio 4", sowie die Datenblätter des Microcontrollers
hp info tech: Software "Code Vision AVR" als kostenlose Test und kostenpflichtige Vollversion
http://www.lancos.com/: Software "Ponyprog" sowie diverse Programmieradapter
Seite von S- Huehn: Sehr einfacher Programmieradapter für AVR.
EAGLE 4.xx: Leiterplatten Layoutprogramm in der Light Version kostenlos!


Weitere Links:

Link zum Threat "16 Kanal Modul" auf RC - Lineforum von Bernd Langner
Link zur Homepage von Bernd Langner


Die Firma Bruckner hat sich bereit erklärt die Beschaffung von Platinen zu übernehmen. Allerdings müssen schon ein paar Platinen zusammen kommen damit eine Nachbestellung lohnt. Deshalb kann eine Platinenbestellung auch etwas dauern.
Die Adresse lautet:
Klebetechnik Bruckner
Angelbergerstr. 2A
92345 Dietfurt/ Töging
Tel. 0 84 64/ 60 57 46

Eine E-Mail Adresse wollte die Firma Bruckner wegen großer Probleme mit SPAM- Mail nicht veröffentlichen.

Fertig programmierte Controller (Graupner - Software) kann die Firma Bruckner demnächst auch liefern


Wenn noch jemand eigene Ideen oder Verbesserungsvorschläge hat, kann uns gerne eine E-Mail schicken. Wir werden dann diese Vorschläge gerne mit einfließen lassen.

update 26, Feb. 2010